Preludia

Der Traum vom eigenen Pferd?

Ja, auch mich hat es erwischt, seit meiner frühesten Kindheit hatte ich den Traum vom eigenen Pferd. Da ich aber erst einmal reiten lernen wollte bin ich im Mai 2001 im Stall der Familie Luthe und den Freizeitreitern Königsfeld angelangt und machte meine ersten Reitstunden auf dem Riesen Pollux. Recht schnell kam Andrea auf mich zu mit einer Reitbeteiligung an der lieben Kaltblutmix-Stute Jana. Eigentlich war Jana ja nicht mein Traumpferd aber im Laufe der Zeit lernten wir nicht nur eine Menge, sondern verstanden uns echt prima. Wenn ich dann in den Stall kam, begrüßte sie mich auch schon mit einem tiefen Grummeln, was wahrscheinlich nicht nur auf mich, sondern auch auf das was ich bei mir hatte zurückzuführen war. Möhren, Äpfel, Bananen.Im April 2002 kam das neue Pferd aus Lettland. Alle waren neugierig auf die braune Stute mit dem blauen Auge. Sie kam an dem Abend der Woche an, als gerade ein Horsemanship-Kurs stattfand, an dem ich auch mit Jana teilnahm. Als ich nun morgens gegen 8.00 Uhr auf dem Hof kam, standen schon alle im Hausstall, um die neue Stute zu bewundern. 3 Jahre war sie alt und kam aus einem Naturschutzgebiet in Lettland. Als es etwas ruhiger geworden war, faste ich mir ein Herz und ging in den Stall. Da stand sie nun im halbdunkeln. Preludia, so hieß sie. Sie drehte sich um und kam zu mir. Es war Liebe auf den ersten Blick. Nach unserem Horsmanship-Kurs wollte Andrea Preludia longieren, doch gab es hier die ersten Schwierigkeiten, sie ließ sich weder einfangen, noch ließ sie sich führen, absolut unerzogen drängte sie Andrea von einer Ecke in die andere. Nun konnten wir erleben wie Horsmanship bei einem jungen Pferd angewandt wurde. Auf dem Round-Pen klärte Andrea die Rangordnung und putzte sie anschließend auf dem Hof. Jedes Mal wenn ich zu meinem Pflegepferd kam, nutzte ich die Gelegenheit und stand einige Minuten auch an der Box bei Preludia. Die sich lieber voller Hingabe von mir streicheln ließ statt eine Banane zu fressen. Es wurde Sommer und Andrea fing an Preludia einzureiten, und eines Tages war es so weit. Während ich Jana ritt, kam Andrea mit Preludia auf den Platz, es dauerte nicht lange und Andrea fragte mich, ob ich nicht auch mal auf ihr reiten wollte. Ein Traum wurde wahr, und die Liebe auf den ersten Blick bestätigte sich. Es war eine riesige Umstellung von dem Tönnchen Jana auf eine Art Fahrradgestell von Preludia. Es dauerte noch einige Monate bis ich im November dann endlich mich zu dem Entschluss durchringen konnte meinen großen Traum vom ersten eigenen Pferd wahr zu machen. Doch erst jetzt ging es los: was für in Sattel, was für Futter, welche Trense, etc. Ich traf mit Andrea die Entscheidung, dass sie mir beim Einreiten weiter helfen würde bis in den Sommer und so arbeiten wir fleißig und hoffen, dass wir im nächsten Jahr die ersten Wanderritte mitmachen können, denn Preludia ist zurzeit eine dickköpfige, sture und etwas ängstliche kleine Ziege. Ich denke wir beide haben noch eine Menge zu lernen, nicht nur in punkto Erziehung.Bis bald!

Eure Eva (Eva Möller, 21.05.2003)

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